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Reviews zum Album "Großstadtdschungel":



rockradio.de

CD der Woche 30.6.2016 - 06.07.2016

BlattTurbo 22.12.2015

Bock auf eine Runde Punkrock? Ja? Na dann leg PoP ein und drehe deinen Verstärker voll auf. P.o.P. haben keinen Bock auf Kuschelrock und hauen dir geradewegs in die Fresse, natürlich im musikalischem Sinne. Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein und Trotzhaltung karikieren sie menschliche Verhaltensweisen und Feindbilder.

Wenn die Sau raus muss, dann muss sie eben raus! Bei Pommes oder Pizza stehen nicht einfach nur ein paar Typen auf der Bühne und spielen schnelle 3 Akkorde Songs. Nein! Hier hat Punkrock noch was mit Energie und Kontrollverlust zu tun. Und das Spiegelt sich auf "Großstadtschungel" alles wieder.

Fazit: Auch wenn die Scheibe aus dem Jahre 2013 ist, ist sie immer noch hörenswert. Es ist Punkrock, und der wird bekanntlich nie alt.

Plastic Bomb 13.11.2015

Das erste richtige Studioalbum von den Fastfoodjunkies aus Berlin. Die Herren hatten es wohl durch mehrere Umbesetzungen in der Vergangenheit auch nicht immer leicht. Geliefert wird sehr sympathischer Deutschpunk. Sympathisch dadurch, dass er nicht zu übertrieben fett produziert wurde, die Instrumente sind schön "raw", aber sehr gut hörbar. Der teilweise eigenwillige Gesang trägt seinen Teil noch dabei, soll heißen manchmal reicht der Takt nicht für die Fülle an Text, aber POP ist das egal. Auch dass einige Songs im leicht peinlich-stupiden A-A B-B Reimmuster geschrieben sind juckt die Band nicht. Zu all dem wurden noch einige GastmusikerInnen ins Boot geholt. Der Song "Discopunk" hält passenderweise einen Bass Sequenzer bereit und "Rudy die Ratte" kommt nicht ohne Trompeten und Posaunen aus. Mein favorierter Song ist definitiv "Rock`n`Roll Lifestyle" kleiner Textausschnitt gefällig(?):"Sex ham wa nicht! Drugs kriegen wa nicht! Rock könn´ wa nicht!" Durchaus amüsantes Album. -Knut- (Abbruch Rec.)

Ox-Fanzine - Ausgabe Oktober/November

"Pommes oder Pizza?", die essentielle Frage, die sich schon so einige gestellt haben. Und das Gute ist, die gleichnamige Band wird euch bei der nächsten Entscheidungsfindung nicht helfen. "Großstadtdschungel" ist kein Kochbuch, aber einige Zutaten stammen aus dem Punk-Kosmos.
So gibt es zum Beispiel Anteile aus klassischem 77er, eine Prise Ska und viel Neunziger-Funpunk zu hüren. Dabei ist man durchaus gesellschaftskritisch, versucht dies jedoch in kleine, mit einem Augenzwinkern versehene Geschichten zu packen.
So entkommt die Genexperimenten ausgesetzten Monsterratte Rudy ("Rudy die Ratte") aus dem Labor und macht die Straßen unsicher es wird der jährliche Schlussverkauf zum "Kaufhaus War". Entsprechend ist das durchaus unterhaltsam, musikalisch fehlt es dagegen an Abwechslungsreichtum.
Zwar sind wie erwähnt unterschiedliche Stile erkennbar, dennoch ist der Aufbau der Songs sehr schlicht, was "Großstadtdschungel" letztendlich in der Masse untergehen lässt. (7 von 10 Punkten)

Crazy United Online-Zine 22.09.2015

Bock auf ´ne Zeitreise durch die Punkgeschichte? Ja? Dann leg´ diese Scheibe ein und du wirst an ein paar Stationen selbiger halt machen. Los geht´s durch den „Großstadtdschungel“, mit erstem Stopp an der Station 1979. POMMES ODER PIZZA klauen hier so charmant das Intro von „California über alles“ der DEAD KENNEDYS, dass man es ihnen gar nicht übel nehmen kann. Zumal sich der Song im Anschluss in eine Deutschpunkkeule mit Rockeinschlag entwickelt, die einen guten Opener abgibt. Kurz darauf hält die Bahn Mitte / Ende der 80er im Ska und zaubert mit „Rudy die Ratte“ eine locker flockige Melodie aus dem Ärmel, gepaart mit harten Gitarrenriffs. Weiter geht die Tour durch die Stadt und natürlich darf auch ein Halt im Deutschpunkviertel nicht fehlen. Die „Faulenzer“ dort scheinen in den 90iger Jahren stehen geblieben zu sein und zu viel VORSICHT GLAS, SCHIMMELBROT und wie sie alle hießen, gehört zu haben. Astreiner deutschsprachiger Punk, bei dem das Prädikat Deutschpunk definitiv kein Schimpfwort ist. Im Anschluss macht die Reisegruppe POMMES ODER PIZZA ganz kurz Halt in der Schickimicki-Ecke der Stadt und legt mit „Discopunk“ einen Song vor, der nicht wenig an „Klatscht in die Hände“ von den KAFKAS erinnert. Fast im hier und jetzt angekommen, muss man aber auch schon wieder zurück und raus aus dem Dschungel. Auf dem Rückweg wird dann noch einmal im D-Punkviertel angehalten und aus dem Boxen drühnt „Liebe und Tod“, dass locker von BSHG hätte sein können. Die Gitarre klingt jedenfalls fast identisch, wie eine Kreissäge, die sich ins Gehör fräst. Insgesamt muss man sagen, dass sich die Rundreise durchaus gelohnt hat und man viele schöne Seiten kennen gelernt hat. Einziges kleines Manko ist der Sound, der zwar geprägt ist von treibenden Drums, harten Gitarrenriffs und einer rauen Stimme,allerdings fehlt es ihm etwas an Power.
Zum Abschluss eines schönen Tages gibt es noch ein Zitat aus dem Song „Rock and Roll Lifestyle“, mit kurzen Anmerkungen versehen: „Sex, ham wa nicht!“ – Kann ich nicht beurteilen. „Drugs, kriegen wa nicht! – Dann stellt ihr euch zu dumm an, hehe. „Rock, könn wa nicht!“ – Dem widerspreche ich, denn diese Scheibe rockt!
Note: 2- East Side Daniel

MUSICSCAN 19.09.2015

Das Debüt der Berliner Band ist bereits seit zwei Jahren auf dem Markt. „Großstadtdschungel“ entwickelt sich programmatisch als Spiegel seines Titels. Einerseits geht es unter Nutzung verschiedener Stile durch die Platte, wobei der Deutschpunk dominiert, aber auch etwas Ska und Elektro zum Tragen kommen. Andererseits nimmt das 2004 gegründete Quintett textlich einen Rundumschlag vor. POMMES ODER PIZZA stehen für musikalischen Protest und formulieren ihre Underdog-Sicht auf die deutsche Hauptstadt und ihr Lebensumfeld. Da es zumeist schnörkellos, schnell und melodisch zugeht, gehen die Tracks gut ins Ohr und werden live bestens funktionieren. Die Produktion ist – positiv formuliert – kantig, doch für eine Band wie diese hier muss das auch so sein. Das verstärkt die authentische, direkte Attitüde, mit der POMMES ODER PIZZA unterwegs sind. Da für die Beteiligten Spaä und Frustabbau im Vordergrund stehen, stört es nicht zu sehr, dass es bei eingeführten, simplen Song-Strukturen bleibt. Der „Großstadtdschungel“ im Deutschpunk-Gewand erfüllt seinen Zweck und stellt heraus, um was es dem Berliner Quintett geht. Ziel erreicht.

Radio Q 18.09.2015

Steffen Jöne sagt: “Direkter Deutschpunk mit den üblichen Gitarrensounds, elektronischen Einflüssen, oft überzogener Gesellschaftskritik und einer grauenhaften Stimme – da vergeht einem der Appetit auf Pommes oder Pizza.”

Ugly Punk Punkrock Zine 10.09.2015

Bereits seit zwei Jahren ist diese CD hier erhältlich, ist aber erst jetzt hier gelandet. Aber macht ja nix. Ebenso, dass es bereits einen Nachfolger mit dem Titel „Psychoakustisch“ gibt. Aber betreten wir erst mal den Großstadtdschungel.
Hauptsächlich spielen die Berliner flotten, direkten Deutschpunk, schrecken aber auch vor dem ein oder anderen andersgearteten Einfluss nicht zurück. Ist mir der erste Song dabei noch etwas zu rudimentär und eher in Richtung des frühen Punk ausgelegt, wird´s danach etwas moderner und temporeicher. Dabei bedient man sich meist den gängigen Akkordfolgen, bringt aber auch eine eigene Note mit ein. Seien es nun der ein oder andere Break oder die eingestreuten SKA- oder Elektro-Parts. Gut, es sticht jetzt nicht wirklich aus der Masse heraus, aber schön abwechslungsreich und straight nach vorne gespielt ist es schon. Dazu ein rotziger Sound und schon wird das eine runde Sache. Allerdings will ich mich nicht so recht mit dem nicht immer treffsicheren, recht klaren Gesang anfreunden. Die Texte, die dieser vorträgt, gestalten sich überwiegend kritisch, aber auch weniger ernstes findet Eingang in das Repertoire. Dabei ist man schön einfach in der Ausdrucksweise, ohne Schnörkel und dabei nur wenig plakativ, was aber natürlich auch mal sein darf. Bleibt bei solch direkten Aussagen auch nicht aus.
Somit ergibt sich hier eine schöne Deutschpunk-Mischung, die gut goutierbar ist und auch nicht langweilig wird. Der bereits erwähnte Gesang trübt mein Hörvergnügen aber leider etwas. Ansonsten kann man von einem gelungenen, wenn auch nicht herausragenden Debüt sprechen. Bin mal auf die neue, aktuelle Scheibe gespannt. Mirko

Underdog Fanzine 22.08.2015

Punk und Offbeat, Discopunk und Rock and Roll-Lifestyle. P.o.P. ballen die Fäuste, singen Schalalalala und Hey Hey, sind fies, gemein und ready to fight. Flotte Rhythmen und starke Melodien, anarchische und pointierte Texte mit Ironie und Empfindung für die Dramen des Alltäglichen. Irritation und Provokation.
P.o.P. haben keinen Bock auf Kuschelrock und kegeln dich in bester Mensch-ärgere-dich-Manier aus dem Spiel, mimen bierernste Typen, die keinen Spaß kennen, als ob das ein unauflösbarer Widerspruch zum anderen sein müsste. Mit einer großen Portion Selbstbewusstsein und Trotzhaltung karikieren sie menschliche Verhaltensweisen und Feindbilder. Für die einen ist die Spaßgesellschaft eine kapitalistische Missgeburt, die als Antithese zum heiligen Kollektiv einen kalten Egoismus fördert. Die Revolution hingegen ist eine ernste Gruppenarbeit. Hier wird noch alte Schule gemacht und im Handlungsfeld der reale Verfall von Sitte und Moral gelautmalt. Und hieraus schaffen P.o.P. ein richtig gutes Unterhaltungsangebot.

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